Entstehung

Die Hymnen der Gottesgärtner: Ihre musikalische Genese
Von Orville Stoeber

Das Manuskript von Das Jahr der Flut bekam ich von Phoebe Larmore, Margaret Atwoods Literaturagentin, in die Hände. Das Buch enthielt 14 Hymnen und Margaret, Phoebe und ich überlegten, ob man sie nicht vertonen sollte.

Wir wollten jene Art von andächtiger Musik komponieren, die die Gottesgärtner selbst geschrieben hütten; und jeder sollte sie, wie bei Hymnen üblich, mitsingen können; sie sollten auf viele verschiedene musikalische Grundlagen, und somit auf viele musikalische Einflüsse, von Country über Gospel und Folk hin zu älterer Hymnenmusik verweisen; und sie sollten sowohl zu der Gruppe der Gärtner, als auch zu den Fest- oder Namenstagen passen, denen jede einzelne Hymne gewidmet ist.

Ich war völlig von meiner Arbeit gefangen und konzentrierte mich vor allem auf die Struktur und die Stimmung der Lieder. Als ich mich jedoch schließlich auf meine eigenen Erinnerungen und Glaubenssätze besann, kamen die Lieder wie im Rausch: Ich komponierte 14 Melodien in drei Wochen, inklusive Überarbeitung. Das war eine der seltenen Phasen im Leben eines Künstlers, in denen im Schaffensprozess etwas Besonderes gegenwärtig zu sein scheint.

Margaret Atwood’s Interpretation unserer Zeit, ihre Schilderung unserer zerbrechlichen Welt haben mich geleitet. Als Wegweiser dienten mir auch die unterschiedlichen Stile der Gotteslieder, die mir aufgrund meines kulturellen Erbes, meiner musikalischen Erziehung und meiner Erfahrungen mit spiritueller Musik geläufig waren.

Ich habe die Lieder aus demselben Grund geschrieben, aus dem die Gärtner sie geschrieben hätten: Zum Lob und zur Verehrung unseres Planeten, zum Dank an seine Tiere und Pflanzen und nicht zuletzt die Primaten, ohne deren Existenz unsere Menschwerdung nicht denkbar gewesen wäre.

Die Hymnen wurden im Winter und Frühjahr 2009 in Ted Perlmans Ranch Studio in Los Angeles aufgenommen. Wir haben sie live mit Schlagzeug und Perkussionsinstrumenten, Gitarre, Bass und Gesang eingespielt. So konnten wir den Aufnahmen die Spontaneität einer einfachen Musikgruppe verleihen, die sich zusammenfindet, um ihre Hymnen, die sie einer bestimmten Sache widmet, zu singen.

Mein besonderer Dank gilt Ted Perlman für seine Hilfe bei den Aufnahmen, für sein Musizieren am Bass, der elektrischen Gitarre und dem Keyboard. Ich danke auch Nelson Bragg für den Raum und die Zeit, die er mit Perkussion und Schlagzeug geschaffen hat, Ruby Lapeyre für den Gesang in „We Praise The Tiny Perfect Mole“ und Liam Mackenzie für seine Stimme. Ich habe die akustische Gitarre gespielt und den Lead- und Hintergrundgesang übernommen.

Ich danke auch Phoebe Larmore für ihre Hilfe bei der Planung und ihre fortwährende Ermutigung.

- Orville Stoeber, 2009.

 
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